Ich habe eine enorm mühsame Nacht hinter mir. Alle Stunden wollten die mich neurologisch untersuchen, was ja auch durchaus Sinn macht nach einer Hirnoperation (was aber nicht zu einem förderlichen Schlaf dient!), Ich wurde immer wieder nach meinem Geb.datum nach dem heutigen Datum, nach dem Aufenthaltsort, nach dem Grund, warum ich hier sei etc gefragt, versch. Körperfunktionen wurden überprüft etc, dann das ständige "gepiep" und "gehorn" in diesem Überwachungsraum - einfach fast unaushaltbar - ich konnte es fast nicht mehr erwarten, bis es endlich Morgen wurde. Um 10 Uhr wurde ich dann endlich auf die Normalstation gebracht. Am Nachmittag hatte ich noch ein MRI, welches zur Nachkontrolle dient, ob alles nach der OP korrekt verlaufen ist (der Bericht folgt erst morgen). Danach kamen noch Michel und Shellyna zu Besuch. Gott sei Dank habe ich kaum Schmerzen und bin schon recht mobil und kann mich ohne Hilfe selber im Zimmer und auf dem Gang bewegen und dafür bin ich sehr dankbar - das habe ich mir schon etwas ersorgt, so ans "Bett gebunden zu sein", was jetzt aber nicht der Fall ist😃
4.3.2022
08.02.2022
Letzte Woche hatte ich die Keytruda-Infusion in Interlaken. Am Samstag hatte ich ein Unwohlsein (Zittern im Körper, Gedankenwirrwarr, Schwindelgefühl) und anschliessend Durchfall, der bis heute anhält. Auch schmerzt meine Mundschleimhaut, so dass ich fast nicht essen kann.
Gestern war ich dann wieder mal im CHUV für diverse Bildgebungen, Blutuntersuchungen und Besprechungen. Ich habe auch die Beschwerden erwähnt und nun soll ich die Tablettentherapie aussetzen um herauszufinden, ob diese von den Tabletten oder von der Infusion stammen könnten.
Die provisorischen Berichte der Bildgebungen sind soweit in Ordnung, so dass der Therapie am CHUV nichts mehr im Wege stehen sollte. Die definitiven Berichte werden in den nächsten Tagen erwartet.
So habe ich gestern für die Teilnahme an der Studie unterschrieben. Die Chemotherapie beginnt am 23. Februar und dauert fünf Tage. Anschliessend habe ich eine Strahlentherapie und dann folgt die Infusion der NeoTIL's (Zellen des Immunsystems, die eine spezifische Reaktion gegen den Tumor hervorrufen soll. Diese Zellen wurden letztes Jahr am Hals entnommen, mit Blutzellen in Kontakt gebracht und im Labor multipliziert). Danach folgen IL-2-Infusionen, welche die Anti-Tumor-Aktivität der TIL's erhöhen soll. Diese Infusionen seien der anspruchsvollste Teil der Therapie.
Ich war schon etwas enttäuscht, dass es nun doch zu dieser Therapie kommen soll, da ich immer gehofft habe, dass es noch einen anderen Weg gibt. Aber irgendwie wird schon alles seinen Sinn haben und Gott hat ja alles in seiner Hand - daher muss ich mir eigentlich gar keine Sorgen machen über den Verlauf der Therapie.
Für Shellyna ist es zur Zeit besonders schlimm, da sie am 1. März Geburtstag hat und nicht verstehen kann, dass ich genau zu diesem Zeitpunkt nicht zu Hause sein soll. Sie ist sehr traurig und wollte heute nicht zur Schule gehen.
Wir versuchen aber, das Beste daraus zu machen und den Kindern das nötige Verständnis und Mitgefühl zu geben.
30.01.2022
22.01.2022
21.01.2022
Gestern war eigentlich die erste Bestrahlung geplant. Kurz bevor wir hier losfahren wollten, habe ich einen Anruf erhalten, dass das Bestrahlungsgerät CyberKnife nicht funktioniere!
Nun sind heute zwei Bestrahlungen nacheinander auf dem Plan. Sind wir mal gespannt, ob es klappt 😉!
18.01.2022
Vor knapp zwei Wochen war ich in Interlaken, um eine weitere Immuntherapie zu erhalten. Abgesehen von etwas Hautausschlag habe ich diese aber sehr gut vertragen.
Letzte Woche hatte ich in Bern die nötigen Untersuchungen für die bevorstehenden Bestrahlungen. Gemäss den aktuellen Bildern seien die Hirnmetastasen seit Anfang Januar nicht weiter gewachsen, aber zwei bereits bestehende seien etwas grösser als im Dezember, daher werden diese 5-6x bestrahlt. Die Strahlentherapie beginnt diesen Donnerstag und dauert bis nächsten Mittwoch (ohne Wochenende).
Anfang Februar muss ich wieder ins CHUV zu weiteren Besprechungen, da sie dort am 23.2. mit der Therapie beginnen möchten. Sind wir mal gespannt, ob sich daran auch wieder etwas ändert 😉.
Am Samstag hat Maelya beim Skifahren noch das Schienbein gebrochen und ist jetzt mit Gipsbein und Krücken zu Hause... Somit wird uns zur Zeit nicht langweilig und es läuft (oder eben auch nicht 😉) immer irgendetwas.